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Von Hans-Ulrich Teichmann 22.Mai 07

   
      Die Zusammenarbeit mit unseren Partnerschulen im Rahmen des europäischen Bildungsprojekts Comenius in den Schuljahren 2007/2008 und 2008/2009    
     

Das Mariengymnasium Jever hat zusammen mit den Partnerschulen in Budapest, Prievidza (Slowakei) und Trutnov einen Antrag auf finanzielle Förderung der pädagogischen Zusammenarbeit in den kommenden zwei Schuljahren gestellt. Gefördert werden Zusammenkünfte von Lehrern und kleinen Schülergruppen zur Sicherung von gemeinsamen Unterrichtsprojekten, aber z. B. auch die Anschaffung von Ausstattungen zur Durchführung von Projekten, Exkursionen im Rahmen von Erkundungen und Publikationen von Projektergebnissen.

Unsere Partnerschule in Breslau ist leider nicht mehr dabei. Mit ihr wollen wir aber im Rahmen des Schüleraustausches die Kontakte weiter pflegen .
Im Oktober 2006 haben sich Lehrerinnen und Lehrer aller Schulen in Jever getroffen, um das Projekt zu planen. Vom Mariengymnasium waren auch zwei Schülervertreterinnen dabei.
Unser Projektthema heißt :

Die Nachbarn kennen lernen, mit den Nachbarn zusammenleben – Kulturlandschaften gestern, heute und morgen in Friesland, Riesengebirge, Karpatenbecken und der mittleren Slowakei.
Das Projekt ist primär gerichtet auf die Erkundung der Lebensverhältnisse in unseren Nachbarländern.

Es soll darum gehen, die neuen Beitrittsländer kennen zu lernen und ein breiteres Schülerpublikum für sie zu interessieren. Fragen nach den Lebensbedingungen in den neuen Beitrittsländern, ihren Besonderheiten und spezifischen historischen Erfahrungen sollen diese Kenntnisnahme vertiefen.

So könnten die Schüler z. B. selbst entsprechende Dossiers über ihre Heimatländer für die ausländischen Partner zusammenstellen.

Wichtig ist in unserem Projekt der Kooperationsprozess. Die Möglichkeiten der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sollen genutzt werden. Ein gemeinsames Forum auf der Comenius-Homepage, die von uns als koordinierende Schule eingerichtet und gepflegt wird, sorgt dafür, dass die Schülerinnen und Schüler von Anfang an in den Prozess der Ideensammlung und Entscheidungsfindung über ein Projekt eingebunden sind. Dabei sind auch Videokonferenzen mit Schülern und Lehrern an unseren Partnerschulen geplant.

Folgende Einzelprojekte sind bisher geplant :

- Die Kulturlandschaften im Spiegel der Literatur (deutsche, tschechische, slowakische, ungarische)

-   Vergleich von Reiseberichten und Abfassung eigener Berichte

-   Vergleich der geographischen naturräumlichen Bedingungen

-   Die Vertretung regionaler Interessen auf europäischer Ebene an konkreten Beispielen

-   Perspektiven der Jugend - mobil oder bodenständig : vergleichende empirische

    Untersuchungen

- Suchtprävention

-   Die Belastung der Natur durch den wirtschaftenden Menschen - ein Vergleich

-   Schützenswerte Ökosysteme in unseren Regionen

-   Naturwissenschaft und Technik in unseren Regionen - Vorstellung von

     Forschungseinrichtungen und deren Aufgaben

Eine besondere pädagogische Schwerpunktsetzung erfolgt im Bereich geschlechtsspezifischer Benachteiligungen von Mädchen und Jungen in jeweils spezifischen Sachbereichen. Die genauen Befunde sollen an den beteiligten Schulen im Rahmen des Comenius-Projekts ermittelt, verglichen und mögliche

Fördermaßnahmen gemeinsam entwickelt werden. Eine begleitende Untersuchung soll ermitteln, inwieweit sich durch das Projekt geschlechtsspezifische Einstellungen verändern lassen.
Entschieden wird über die Genehmigung unseres Antrags voraussichtlich erst Ende August.

Also erst zum neuen Schuljahr wird klar sein, ob wir das Projekt wie geplant durchführen können.

   
     
   
     

 

   
      Änderungen ab 2007, Quelle PAD in Bonn

COMENIUS Schulpartnerschaften

im Programm für Lebenslanges Lernen 2007-2013
Stand: 24.Oktober 2006

Verbindliche Informationen zu Einzelheiten der Programmdurchführung, Leitfaden fürAntragsteller und Antragsformulare sind nicht vor Mitte Dezember 2006 zu erwarten. Nachjetzigem Stand werden jedoch folgende Neuerungen eingeführt, die bei der Planung vonCOMENIUS Schulpartnerschaften bereits beachtet werden sollten:

· Typen von COMENIUS Schulpartnerschaften ab 2007:

o multilaterale Schulpartnerschaften (d.h. mindestens 3 Schulen aus 3verschiedenen Teilnehmerstaaten; die formale Unterscheidung zwischen"Schulprojekt" und "Schulentwicklungsprojekt" entfällt).

· Alle Schulpartnerschaften (multilateral und bilateral) dauern 2 Jahre. Der Antrag ist fürdie zweijährige Dauer der Partnerschaft zu konzipieren. Der Vertrag gilt für diegesamte zweijährige Laufzeit der COMENIUS Schulpartnerschaft, d.h. es muss nach dem ersten Jahr kein Verlängerungsantrag gestellt werden. Eine Verlängerung für ein drittes Jahr ist nicht möglich.

· Die EU-Zuschüsse werden voraussichtlich als Pauschalen vergeben. Der Unterschied zwischen "Standardbetrag" und "Variablem Betrag" entfällt, ein Kostenplan braucht bei der Antragstellung nicht mehr aufgestellt zu werden. Nachzuweisen ist bei Berichterstattung die Durchführung einer festgelegten Mindestzahl von Mobilitätsmaßnahmen sowie die Durchführung der Aktivitäten laut Antragstellung.

· Ausschlaggebend für die Begutachtung der COMENIUS Schulpartnerschaft als Ganzes wird voraussichtlich der Antrag der koordinierenden Einrichtung sein. Die Partnerschulen legen inhaltsgleiche Anträge – je nach nationalen Bestimmungen ggf.mit Übersetzung – bei der für sie zuständigen Stelle vor. Die tatsächliche Teilnahme einer Schule an einem als positiv bewerteten Projekt hängt allerdings von der Verfügbarkeit der EU-Mittel in dem jeweiligen Teilnehmerstaat ab.

· Antragstermin für COMENIUS Schulpartnerschaften (sowie für alle dezentralen COMENIUS-Aktionen, einschließlich der Bewerbung einer Schule für einen COMENIUS-Assistenten): voraussichtlich 30. März 2007
· Vertragsbeginn für Schulpartnerschaften: Voraussichtlich 1.September 2007

· Vorbereitende Besuche für Partnerschaften zum Antragstermin 2007 müssen spätestens am 29.3.2007 abgeschlossen sein.